Pannenhilfe

Das Kondom ist trotz aller Übung abgerutscht oder gerissen? Das kommt in den besten Familien vor. Wichtig ist jetzt zügig zu handeln.

Bei Sorge vor ungewollter Schwangerschaft
Die Pille danach hilft bei der Verhütungspanne. Bis 72 Stunden (drei Tage) nach dem Sex kann ein Mädchen die „Pille danach“ einnehmen. Sie verhindert, dass ihr ungewollt Vater und Mutter werdet. Eile ist angesagt, denn je früher sie genommen wird, umso sicherer wirkt sie. Am besten ist es, sie innerhalb von 12 Stunden zu nehmen. In der Broschüre "Auf Nummer sicher mit der Pille danach" kannst du alle Informationen zur Pille danach nachlesen.

So bekommst du die Pille danach
Die „Pille danach“ gibt es jetzt auch in Deutschland ohne Rezept in der Apotheke.

Heiße Tipps zur „Pille danach“
Gut ist: Für Jugendliche unter 20 Jahren, die gesetzlich krankenversichert sind, ist die „Pille danach“ kostenlos, wenn sie ein Rezept vorlegen. Jugendliche ab 18 Jahren müssen dann aber trotzdem noch 5 Euro Rezeptgebürt bezahlen.

Sonst ist sie nicht ganz billig und kostet etwa 17-20 Euro für das Präparat mit Levonorgestrel. Und sogar etwa 30 Euro für das Präparat mit Ulipristalacetet.

Auch in anderen Ländern gibt es die „Pille danach“ freiverkäuflich in Apotheken. Dort heisst sie so:

  • Schweiz: Pille danach
  • Belgien: „pilule du lendemain“
  • Frankreich: "contraception d`urgence",
  • Holland: "morning-afterpil",
  • Dänemark: "fortrydelsespiller"
  • Spanien: ”píldora del día después”
  • Großbritannien: "emergency contraception pill“
  • Türkei "ertesi gün hapI"

Bei Sorge vor Infektion
Wenn ihr in Sorge seid, euch wegen des Kondom-Unfalls mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu haben, dann geht zu einem Arzt oder einer Ärztin oder wendet euch an eine spezialisierte Beratungsstelle. Schnell entdeckt, lassen sich die meisten Infektionen gut behandeln oder sogar heilen.

Wenn ihr sicher wisst, dass einer von euch HIV-positiv ist, kann eine Post-Expositionsprophylaxe (PEP) in Betracht kommen. Dann ist schnelles Handeln erforderlich. Die persönliche Telefonberatung der BZgA unter 01805 – 555 444 berät auch zur PEP.

Grundsätzlich ist es wichtig, den eigenen Körper zu beobachten. Merkwürdige Veränderungen und vor allem Jucken, Brennen oder Ausfluss sind klare Gründe für einen schnellen ärztlichen Gesundheitscheck.